„Ein Polizeigeneral in Peru hat uns vor einem wütenden Corona-Mob bewahrt“ – Dr. Benjamin Zeier, Missionsarzt

Wie wichtig es ist, einen Fürsprecher zu haben, hat Benjamin Zeier, der Missionsarzt in Peru, während der Corona-Krise erfahren. Gemeinsam als 7-köpfige Familie sind sie ausgewandert, um in Peru den Ärmsten unter den Armen im Krankenhaus „Diospi Suyana“ zu helfen. Doch bevor sie dort ankamen, wurden sie beinahe Opfer eines wütenden Mobs, der den Europäern die Schuld an der Corona-Krise in die Schuhe schob. Nur ein Anruf rettete sie vor unabsehbaren Folgen.

Albert: Heute wollen wir nach Peru gehen, nämlich mit dem Doktor Benjamin Zeier, der vor einiger Zeit Deutschland verlassen hat, um dort als Missionsarzt im Diospi Suyana mitzuhelfen, als Urologe mit seiner ganzen Familie, die nicht gerade wenig sind. Seine Frau und er haben fünf Kinder. Und heute hören wir uns eine Geschichte an. Benny! Welche Story möchtest du uns erzählen?

Benjamin: Albert, ich grüße dich. Ich bin jetzt gerade von der Klinik heimgelaufen. Wir sind als siebenköpfige Familie mitten in Peru von der Polizei festgenommen worden. Und wie wir aus dieser Nummer wieder rausgekommen sind, darüber möchte ich erzählen.

Albert: Okay, das klingt auf jeden Fall mal spannend. Ja, dann legen wir los, würde ich sagen, oder? So Benny es ist immer ganz gut zu wissen, mit wem man es da zu tun hat. Für unsere Hörer stell dich doch bitte mal ganz kurz vor.

Benjamin: Mein Name ist Benjamin Zeier. Ich bin Missionsarzt in Peru, bin verheiratet, 37 Jahre alt und habe fünf Kinder.

Albert: Fünf Kinder, Wow. Da ist bestimmt einiges los bei euch, oder? Sag doch mal was zu deinem Charakter. Wie siehst du dich selbst so?

Benjamin: Ja, was meinen Charakter angeht, da bin ich mehr sachorientiert als beziehungsorientiert.

Albert: Okay. Hast ein ganz klares Bild von dir. Ja, was siehst du als Herausforderung bei dir?

Benjamin: Für mich beginnt immer dann die Herausforderung, wenn andere behaupten, es geht nicht und das ist das, was mich immer wieder motiviert.

Albert: Verstehe.

Benjamin: Ja, Ziele hab ich immer wieder mir gesetzt. Hohe Ziele, große Ziele, die viele für verrückt gehalten haben und bisher hab ich sie alle erreicht. Wenn das Ziel leicht zu erreichen ist, dann ist es zu klein. Und ich glaube, das beschreibt so in groben Zügen meinen Charakter. Hin und wieder führt es auch dazu, dass ich an meine Grenzen komme oder dass andere mit mir an ihre Grenzen kommen. Aber that's part of the Deal?

Albert: Ja, das kenne ich. Da sagst du nichts Neues. Ja, vielen Dank für diesen Eindruck. Auf jeden Fall. Legen wir los mit der Geschichte. Ihr seid ja praktisch zur unmöglichsten Zeit nach Peru ausgewandert. Direkt vor Corona. Du konntest lange nicht arbeiten. Und jetzt auch noch diese Sache mit der Polizei. Erzähl doch mal, wie alles angefangen hat und was da passiert ist.

Benjamin: Wir sind als Familie am 14. Januar diesen Jahres ausgewandert nach Peru. Das war ein riesiger Schritt. Wir haben in Deutschland alle Brücken abgebrochen. Sind also in ein südamerikanisches Land ausgewandert. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich noch kein Spanisch gesprochen habe, so muss ich also die ersten Wochen mal zur Sprachschule nach Arequipa. Im Februar, Mitte Februar ging das auch los. Ja und wie jeder von euch weiß, rollte dann so langsam über die ganze Welt die Covid-19 Welle und kam eben auch in Peru an, sodass ich Anfang März unser Leben in Arequipa dramatisch verändert hat.

Albert: Kann ich mir vorstellen.

Benjamin: Zum einen wurden sehr starke Restriktionen dann verordnet. Aber was auch so ein ganz entscheidender Punkt war, in Peru wurden die Touristen und in dem Fall eben die Europäer dafür verantwortlich gemacht, dass dieses Land in dieses Chaos gestürzt wurde, sodass sich also auch langsam in dieser Stadt ein Feindbild etablierte und ich mir am Schluss auch gar nicht sicher war, wie sicher unsere Lage in Peru oder im speziellen in Arequipa ist. Das Krankenhaus, in dem ich arbeiten sollte in der Zukunft, das liegt in Curahuasi, also wo ganz anders mitten in den Bergen. Arequipa eine Millionenstadt. Curahuasi, kleines Dörfchen mitten in den Anden und so war dann irgendwann klar, dass wir die Stadt verlassen müssen. Zum einen aus Sicherheitsgründen, aber zum anderen auch, weil wir isoliert da waren für einige Wochen in einem kleinen Apartment. Siebenköpfige Familie in einem Hochhaus Apartment, ja so, ungefähr 80 Quadratmeter. Den Spielplatz, den wir hatten, war ein Abstellplatz in der Tiefgarage. Es war eine herausfordernde Zeit, aber wir haben es ja als Familie, glaube ich, ganz gut gemeistert. Und dann kam der Tag, wo wir eine Sondergenehmigung bekommen haben, weil ich als Arzt im Missionshospital gebraucht wurde. Ne Sondergenehmigung, die Stadt zu verlassen. Das an sich war schon mal ein kleines Wunder, denn zu diesem Zeitpunkt war es unmöglich, in Peru überhaupt zu reisen. Aber wir durften eben dann ausreisen. Und so kam es, dass wir am 15. April dann nach Curahuasi gefahren sind. Normalerweise fliegt man nach Cusco, aber Flüge waren überall nicht mehr möglich im Land. So sind wir also über Land gefahren. Eine Fahrt, ungefähr 520 Kilometer. Da gähnt jeder Deutsche sagt: Naja, was ist das schon? Das bedeutet hier eine Reise von 18 Stunden, das sollte sich also hinterher dann zeigen.

Albert: Wahnsinn!

Benjamin: Wir hatten mit ein paar Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum einen hatten wir auf der Strecke ungefähr 20 Polizeikontrollen. An manchen musste man aussteigen, Fieber messen, an manchen wurden nur die Papiere kontrolliert. Ja, manche wollten einen gar nicht durchlassen. Manche waren auch sehr liberal. Das Land schottete sich überall ab. Jedes kleines Dörfchen bzw. jede Stadt hatte am Eingang praktisch eine Polizeistation aufgebaut. Da musste man dann eben beweisen, dass man überhaupt reisen durfte. Alle anderen mussten Daheim bleiben. Dazu kam, dass wir im Hochgebirge unterwegs waren mit unserem Bus. Wir hatten also einen Kleinbus gechartert. Das war ganz angenehm. Es waren deutlich mehr Sitzplätze als Personen im Bus. Und da war die erste Herausforderung, dass wir über 4 000 Meter für lange Zeit mit den Kindern unterwegs waren. Die Luft sehr dünn und die ersten bekamen Kopfschmerzen. Tja, und dann fing meine Tochter an, sich zu übergeben und sie sollte nicht die einzige sein. Na gut, zum Schluss waren es eben vier, die richtig krank waren. Und nach acht Stunden Fahrt, da waren wir dann kurz vor Sicuani auch eine Stadt, die relativ hoch liegt. Da sollten wir einen Stopp einlegen, um noch eine weitere Person, eine Ärztin, die dort wohnte, auch noch mit einzuladen. Wir waren Gott froh, nach dieser Odyssee endlich in dieser Stadt anzukommen. Mal kurz zu verschnaufen. Wir hatten zwar vor, gleich weiterzufahren, aber die Ärztin war noch gar nicht fertig, sagte, sie brauche also noch eine Stunde und ich sagte: kann jetzt nicht sein, ich sage es jetzt mal ein bisschen salopp, der Bus ist verkotze, es stinkt hier drin. Wir hatten zwar gereinigt, aber trotzdem, du weißt selber, wie das ist. Das riecht dann. Können wir nicht einfach mal kurz vor die Tür? Ja, die Fahrerseite ist überhaupt kein Problem. Ich frage noch: Brauchen wir die Masken dazu? Nein, da könnt auch ohne Masken raus. Wir haben zur Sicherheit trotzdem mal Gesichtsmasken angezogen. Naja, und dann haben wir eben gedacht wunderbar: ein kleines Fleckchen, so ein bisschen außerhalb von der Siedlung, wo da lief so ein kleiner Fluss. Da setzen wir uns jetzt einfach an den Fluss unterhalb der Brücke und da essen wir kurz zu Abend, bevor die Reise dann weitergeht. Wir wussten, wir hatten jetzt grad mal Halbzeit. Also es waren, es waren nicht 18, es waren, doch ich glaube, am Ende waren es sogar 18 Stunden. Es waren 18 Stunden, d. h. wir hatten also ungefähr die Hälfte hinter uns gebracht.

Albert: 18 Stunden. Ist ja toll. Naja, krass. Okay.

Benjamin: Wir steigen also aus mit unserem Essen fröhlich darunter. Es dauert keine fünf Minuten, da pfeift uns die Polizei von der Brücke herunter. Wir sollen machen, dass wir in den Bus kommen. Ich war ein bisschen irritiert. Zum einen, weil mein Spanisch nicht ganz so gut war. Nun, was war passiert? Unsere Fahrer waren in die Stadt getappt und hatten sich was zu essen gekauft. Dabei fiel eben den Leuten aus der Stadt auf, dass hier jetzt also ein fremder Touristenbus steht und fremder Touristenbus, das heißt sofort da sind also Touristen im Land. Und die sind ja sowieso diejenigen, die dieses ganze Dilemma verursacht. Hier oben gibt's noch kein Covid. Die wollen uns anstecken. Ja, und dann ging es los. Also wir zurück zum Bus, so schnell wie wir konnten. Der stand so ein bisschen hoch. Wir mussten also eine Böschung hoch und vor uns wild gewordener Mob von Einwohnern aus Sicuani. Eine Situation, Albert, die habe ich meinem Leben noch nie erlebt. Wirklich bedrohlich. Also, dass sie nicht mit Steinen geworfen haben, war alles, und ich glaube, unser Glück war, dass sie alle ihre Handys zuckten oder viele von denen, weil sie uns filmen wollten. Und dann hatten sie schon etwas in der Hand, konnten also nicht mit irgendwas anderem ausholen. Wir haben gemacht, dass wir in den Bus reinkommen, so schnell wie es nur ging. Die Kinder die Böschung hochgejagt, gar nicht mehr den Weg gegangen, sondern direkt die Abkürzung. Tja, und dann Polizei natürlich. Also nicht einer, nicht zwei. Ich weiß es nicht mal, aber es waren zehn, vielleicht noch mehr Polizisten, die da um diesen Bus rumstanden und diesen Bus mehr oder weniger eskortierte bis zum Polizeiposten mitten im Ort. Und da standen wir kein Meter vor, kein Meter zurück. Unsere Fahrer mussten rein, wir mussten im Bus bleiben. Und ja, wie die Fahrer zurück vom Polizeiposten kamen, von der Aussprache dann also sagen mussten, warum sie jetzt hier gehalten haben, was sie hier suchen, warum diese Touristen da sind, ihnen klargemacht haben, dass ich Arzt bin, dass wir eine Genehmigung haben, dass wir hier durchfahren dürfen. Ja, dann hieß es, Also kamen die Fahrer zurück, ich habe kurz mit denen gesprochen, sagen Wir sitzen hier richtig, ja…

Albert: Action. Ich weiß.

Benjamin: Ich sage es mal vorsichtig, in der Klemme. Es war also so, Wir wurden festgenommen, von denen. Wir wurden an, also angehalten. Wir durften auch nicht mehr weiterreisen. Und nun, Albert, du kannst dir das vielleicht als Vater gut vorstellen. Du sitzt da Minuten, gefühlt Stunden im Bus geht nichts rein, geht nichts raus, wirst von der Polizei bewacht. Du darfst keinen Meter weiterfahren. Papiere weg. Meine kleine Tochter kam in Gang hinter, mit Tränen in den Augen. Und du spürst diese Angst. Weißt, es ist echt brenzlig grad.

Albert: In der Tat, sowas habe ich auch schon erlebt.

Benjamin: Und zum einen ärgerte mich, dass überhaupt so eine Situation entstanden war. Natürlich dachten wir, wären wir doch bloß im Bus sitzen geblieben. Auf der anderen Seite war es auch völlig unverständlich und auch völlig überzogen was da ablief. Und gleichzeitig ohne, ohne, dass ich auch nur ansatzweise ahnen konnte, wie diese Szene jetzt ausgeht. Ich wusste, dass das Land sehr radikal, zum Teil auch mit Militär, zum Teil auch mit Schusswaffen gegen Menschen vorging, die sich nicht an die Regeln hielten. Das kam immer wieder über die sozialen Medien. Man konnte es also sehen und in dieser Situation der eigenen Hilflosigkeit, ja teilweise auch Angst. Dann gleichzeitig für die ganze Familie da zu sein und dann zu sagen: Freunde, es wird alles gut. Das war nicht ganz so einfach.

Albert: Klar, du weißt es ja auch nicht, dass es wirklich alles gut wird.

Benjamin: Und was mich nach wie vor tief berührt, ist dieses. Das werde ich auch, glaub ich nie vergessen. Dieses Gesicht meiner Tochter. Wo ich, wie sie vor mir stand mit ihren Tränen in den Augen. Ich wusste, sie hat wirklich Angst. In dem Moment kam mir ein Gedanke, Albert, ich habe mich erinnert. Klaus-Dieter John, der uns diese Papiere organisiert hatte, dass wir überhaupt reisen durften, das ist der Ärztliche Direktor des Missionshospitals, in dem wir jetzt arbeiten. Der hatte diese Papiere in Abancay bekommen, vom Polizei General des Bundesstaates. Das war so eine Sondergenehmigung, die der General selbst unterschrieben hat. Und er hatte vor der Abreise noch gesagt: Du, wenn es Probleme gibt, ruft an.

Albert: Ach was? Okay.

Benjamin: Ja. Ich dachte, das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um anzurufen, denn wir sind jetzt richtig. Wir sind jetzt wirklich in Schwierigkeiten. Also mein Handy gezückt, Klaus-Dieter John angerufen und Albert, er ging nicht ans Telefon.

Albert: Nein, hör mir auf. Okay.

Benjamin: Ja, schwierige Situation, klar. Dann kann mir nur eine andere, noch ein anderer Gedanke. Ich dachte mir gut, vielleicht ist er gerade beim Mittagessen oder in der Nähe seiner Frau. Ich mache es so, Ich ruft seine Frau an. Also habe ich die Martina John angerufen und Martina hatte glücklicherweise ihr Handy einstecken. Ging also direkt ran. Ich sage: Martina, wir sind in großen Schwierigkeiten. Ich brauch den Klaus. Ich brauche dem Klaus seine Hilfe. So und so sieht's aus. Kurz die Situation geschildert. Sie sagt: Du, Benjamin. Kein Problem. Ich gebe ihn dir. Steht neben mir. Ich habe dem Klaus nochmal klar gesagt Klaus: die und die Situation. Wir sind hier festgenommen in Sicuani. Es geht kein Meter vorwärts. Wir brauchen die Hilfe vom Polizei General. Du hast doch die Nummer von dem.

Albert: Immer gut, wenn man weiß, an wen man sich wenden kann.

Benjamin: Und Albert, in dem Moment sagt Klaus-Dieter John zu mir sagt: Benjamin, bleib mal kurz dran. Der General steht grad neben mir.

Albert: Was? Hör mir auf! Oh man ja. Ja. Erzähl weiter.

Benjamin: Völlig unmöglich. Dieser General wohnte 90 Minuten entfernt. In einer ganz anderen Stadt. Aber in dem Moment, als ich angerufen habe, stand der Polizei General gerade neben Klaus-Dieter John, weil sie sich zum Essen verabredet hatten.

Albert: Unglaublich.

Benjamin: Er sagt: Benjamin bleibt dran. Ich gebe das Telefon dem General. Ich konnte gar nicht so schnell Spanisch sprechen, wie der General mit mir geredet hab. Ich habe einfach das Handy beim Fahrer in die Hand gedrückt. Er ist damit ins Polizeirevier gelaufen. Ja, wenn der General spricht, dann folgt der Polizist.

Albert: Klar, Oh Mann.

Benjamin: Es dauerte keine fünf Minuten. Wir hatten alle Papiere. Wir wurden sofort freigelassen. Unsere Fahrer kamen zurück, die Polizisten aus Sicuani sagten: Wir sagten unsere Fahrern, also wir, wir melden euch auch gleich ein Cusco an, dass ihr da durchkommt, ohne Schwierigkeiten.

Albert: VIP Service sozusagen.

Benjamin: Unsere Fahrer waren so ein bisschen demonstrativ. Die setzen sich dann noch vor dem Bus und sagten: Jetzt wird erst einmal noch gegessen. Ich wollte eigentlich nur raus aus der Stadt. Freunde, setzt euch doch bitte hinters Steuer. Gebt Gas, dass wir hier rauskommen aus der Nummer. Aber die sagten, wir lassen uns hier nicht rausschleichen. Jetzt machen wir langsam. Und ja, als wir wenige Minuten später das Ortsschild von Sicuani passiert hatten und auf freiem Fuß Richtung Cusco unterwegs waren. Aber da ist mir so ein Stein vom Herzen gefallen.

Albert: Das glaub ich dir. Oh Mann, ja.

Benjamin: Das war also das war eine Last, die, die da abgefallen ist von mir, das war ja unglaublich.

Albert: Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Klar.

Benjamin: Und was ich, was mich so berührt hat in diesem Moment, was ich so spannend fand oder was so tief mein Herz berührt hat, war eine ganz, eine ganz bekannte Botschaft oder eine in ganz prägnanter Gedanke. Wir sind aus dieser Nummer nur rausgekommen, weil wir einen Fürsprecher hatten. In dem Fall, den General.

Albert: Das ist richtig.

Benjamin: Der Polizei des Bundesstaates, der sein Wort für uns einlegte. Und für mich, wurde in dem Moment ganz plastisch und ganz tief klar, was es bedeutet, einen Fürsprecher im Leben zu haben. Jemand, der sich für mich verbürgt. Jesus, der für mich Fürsprecher beim Vater ist. Das ist eine Lektion, die ich nie vergessen werden. Das ist ein Moment, der mich viele Nerven gekostet hat, aber der mir eine ganz tiefe Lektion gelehrt hat.

Albert: Spannende Analogie. Vielen Dank! Du sprichst hier ja auch etwas an, was mit deinen Werten übereinstimmt. Kannst du mir sagen, wovon du deinen Wert oder ja abhängig machst? Was ist für dich wichtig im Leben?

Benjamin: Weißt du, Albert, worüber ich meinen Wert definiere? Das ist nicht die Tatsache, dass ich Arzt bin, dass ich Vater bin, dass ich Ehemann bin. Der Wert, der in meinem Leben steckt und das ist wirklich das Fundament. Das ist die Tatsache, dass Gott mich liebt und dass er persönlich mich in Existenz gerufen hat, weil er mich haben möchte. Und diesen unendlichen Wert, darüber definiere ich mein Leben. Das ist unabhängig von Leistung. Alles andere kommt dann hinten dran. Ehe, Familie und Beruf.

Albert: Benny. Danke für deine Geschichte. Danke für diesen kurzen Einblick in eure Reise nach Peru. Wie jetzt alles zustande gekommen ist. Danke für deine Zeit. Auch mir, Ja, hier mich zu besuchen. Und ich hoffe, wir hören und sehen auch noch bald von dir. Ich meine, ihr seid auch bei Goodbye Deutschland demnächst auf Vox zu sehen und ich freue mich drauf. Und bis bald.

Benjamin: Ja Albert, ich danke dir für die Einladung in diesen Podcast. Es freut mich und ich sehe es auch immer wieder mit Begeisterung. Dein Projekt Meminto. Und ja, ganz herzlichen Dank für deine Zeit.

Albert: Ja, das gebe ich doch gern zurück. Und wer mehr über Benjamin, seine Familie, seinen Missionseinsatz erfahren möchte, der kann das gerne tun. Auf www.Missionsarzt.de. Bis dann.

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