Erinnerungsbox: Warum Erinnerungen das beste Geschenk sind

Erinnerungsbox

Lisa lächelt, als sie den liebevoll bemalten und beklebten Schuhkarton geöffnet vor sich sieht. Dieser Karton, den sie vor elf Jahren begonnen hat zu füllen. Mit kleinen Gegenständen, die an besondere Erlebnisse oder Abschnitte aus dem Leben ihres Sohnes Max erinnern. Lisa hat sich kurz nach seiner Geburt entschlossen, für ihn eine Erinnerungsbox anzulegen und immer wieder zwischendurch ein Teil hinzugefügt.

Auch heute wollte sie eigentlich nur mal eben ein Foto in die Box legen. Dieses Foto, was Max mit seiner Fußballmannschaft beim letzten Hallenturnier zeigt, wo sie überraschend den ersten Platz gemacht haben. Max hatte damals die Torjägerkanone gewonnen, die er auf dem Foto stolz in die Höhe reckt.

Das erste Ultraschallbild vom ungeborenen Kind

Und dann hat Lisa versonnen angefangen, einen Gegenstand nach dem anderen aus der Erinnerungsbox in die Hand zu nehmen und die dazugehörige Geschichte in Gedanken Revue passieren lassen.

Das erste Ultraschallbild, das ihre Frauenärztin gemacht hatte, als Lisa merkte, dass sie schwanger war. Kaum zu glauben, dass aus diesem kleinen, undefinierbaren Geschöpf irgendwann ein fertiger Mensch entstanden ist, der mit seinen 11 Jahren schon fast so groß wie seine Mutter ist.

Sie weiß noch genau, wie ihr damals zumute war. Und wie ihr Mann Frank beim Abendessen vor Neugierde fast platzte, als sie ihm sagte, sie müsste ihm etwas mitteilen, ihn aber noch ein bisschen zappeln ließ.

Das schönste Weihnachtsfest überhaupt

Max wurde an einem grauen Novembertag geboren. Natürlich hatte Lisa auch die Tageszeitung von diesem 28. November aufbewahrt und in die Erinnerungskiste gelegt. „Meteorologen erwarten weiße Weihnacht“ stand als Schlagzeile auf der ersten Seite. Aber daraus wurde nichts. Trotzdem wurde es für Lisa und Frank das schönste Weihnachtsfest überhaupt, weil sie zum ersten Mal mit ihrem Kind feiern durften. Auch wenn Max davon natürlich noch nicht viel mitbekam und fast die ganzen Feiertage nur geschlafen hat.

Einmal hatte Max zu Ostern von seiner Oma einen kleinen Plüschhasen bekommen. Lisa fand ihn einfach nur scheußlich, weil er so unförmig war und so gar nicht nach einem Hasen aussah. Aber Max hat ihn geliebt. Er hat ihn von da an nur noch mit rumgeschleppt, und ohne seinen Hasen einschlafen ging niemals. Draußen, drinnen, auf Reisen oder auf Besuch – der Hase war immer dabei. Und wenn Lisa ihn dann doch mal in die Waschmaschine tun musste, um mal wieder eine Grundreinigung durchzuführen, dann war Max ganz unruhig und erst dann wieder zufrieden, wenn er seinen Hasen wieder in Händen hielt.

Hase, Geschenk

Wer weiß, wo das linke Ohr ist?

Da liegt er nun einsam in der Erinnerungsbox. Wann und warum genau er das linke Ohr verloren hat, weiß keiner mehr so genau. Irgendwann hatte Max jedenfalls das Interesse an ihm verloren, und so landete er als weiteres Utensil in der Erinnerungskiste. Obwohl Lisa, die ihn nach wie vor scheußlich fand, am liebsten heimlich entsorgt hätte. Aber das brachte sie dann doch nicht übers Herz.

Großer Bruder, kleine Schwester

Als Max in den Kindergarten kam, wurde es vormittags wieder ein Stück weit ruhiger im Haus, auch wenn mittlerweile seine kleine Schwester Marie zur Welt gekommen war. Max war von Stund an sehr verliebt in Marie und konnte überhaupt nicht verstehen, warum kleine Babys immer so viel schlafen müssen. Auf dem Foto, das Lisa jetzt aus der Erinnerungsbox hervorholt, ist ein stolzer großer Bruder zu sehen, der seine kleine Schwester zum ersten Mal auf den Schoß gelegt bekommen hat, und die er natürlich sofort unbeholfen, aber zärtlich, küssen musste.

Der Kindergarten – Produktionsstätte für Erinnerungsstücke

Aus dem Kindergarten hat Max regelmäßig Geschenke für seine Mama mitgebracht. Lisa war immer sehr gerührt, wenn er ihr mal wieder was selbst Gebasteltes oder Gemaltes überreichte und spannend auf ihre Reaktion wartete. Am liebsten hätte sie alle diese persönlichen Dinge in die Erinnerungsbox gepackt, was aber leider aus Platzgründen nicht möglich war. 

Nur den buntbemalten Stein, den er ihr zum Muttertag geschenkt hat, den hat sie behalten und in die Kiste getan. Max hatte ihn damals heimlich aus dem Kindergarten mitgebracht und es tatsächlich geschafft, ihn bis zum zweiten Sonntag im Mai zu verstecken. Das war schon eine Leistung von ihm, der doch sonst immer alles gern mitteilte, was er erlebt hatte.

Und als er dann am Muttertag mit wichtiger Miene bei ihr am Bett stand, um sein Geschenk endlich zu übergeben, da war sie emotional schon sehr berührt. Und das lag nicht daran, dass es erst 4.30 Uhr in der Früh war und Max sie gerade aus dem Tiefschlaf geholt hatte. Aber noch länger hätte er einfach nicht warten können, um seine Überraschung endlich loszuwerden.

Schreiben, Schule

Max ist ein verträumter Junge

Mit Beginn der Schulzeit hatte sich auch für Max einiges geändert. Daran muss Lisa denken, als sie sein erstes Zeugnis aus der Erinnerungsbox hervorholte. „Max ist ein verträumter Junge, der dem Unterricht nicht immer folgt“ hatte seine Lehrerin damals im Zeugnis vermerkt. Nicht besorgniserregend, aber Lisa hat das damals zum Anlass genommen, mal ein ernstes Wort mit Max zu reden. Frank sah das alles nur mit Humor. Seine Zeugnisse seien damals viel schlimmer gewesen, und trotzdem hätte er was Vernünftiges gelernt. Na ja, wirklich beruhigen konnte er Lisa damit nicht.

Irgendwann sollten die Kinder anfangen, mit einem Füllfederhalter zu schreiben. War das zuerst eine Schmiererei. Und Max hat mit seiner überschüssigen Energie immer zu feste gedrückt, so dass die schöne Feder irgendwann ganz verbogen war und schon nach kurzer Zeit ein neuer Füllfederhalter angeschafft werden musste. Das war schon eine ganz schön teure Angelegenheit, aber natürlich hat es auch der erste Füller bis in die Erinnerungsbox von Max geschafft.

Es gab auch schwere Zeiten

All diese Begebenheiten gehen Lisa durch den Kopf, als sie einen nach dem anderen Gegenstand aus der Erinnerungskiste von Max in die Hand nimmt. Wie schnell die Zeit doch vergangen ist und wie viel Freude ihnen ihr Max schon bereitet hat. Natürlich gab es auch schwere Stunden. Als er einmal an Windpocken erkrankt war und tagelang hohes Fieber hatte. Da haben Lisa und Frank sich schon sehr große Sorgen gemacht, auch wenn der Kinderarzt sie damals immer beruhigen wollte. Daran erinnert sie das erste Fieberthermometer, dass sie damals anschaffen mussten und das jetzt zwischen all den Erinnerungsstücken schlummert.

Irgendwann bekommt Max die Erinnerungsbox

Plötzlich stutzt Lisa. Denn ihr fällt ein, dass die Erinnerungsbox ja irgendwann Max gehören soll. Dann kann sie sie nicht mehr zur Hand nehmen, wann immer sie will und sich an die alten Geschichten erinnern.

Ob sie nicht doch anfangen soll, die eine oder andere Episode von früher mal aufzuschreiben? Dann hätten alle was davon und man könnte die Geschichten immer wieder mal nachlesen, nicht nur Max und Marie, sondern sie und Frank auch. Diese Bücher von Meminto Stories würden sich doch bestimmt dafür gut eignen. Klar, die Erinnerungsbox würde sie auch weiter bestücken. Aber der Gedanke, alles aufzuschreiben, lässt sie nicht mehr los.

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Von einem Buch hätten alle was

So ein Buch ist wirklich eine tolle Idee. Da lässt sich ja noch viel mehr unterbringen, als in einer Erinnerungskiste. Alte Geschichten angereichert mit den passenden Fotos dazu, das wäre es doch. Und sie hätte gleichzeitig ein sehr schönes Geschenk, nicht nur für die Kinder und Frank, sondern auch für alle Großeltern. Und sogleich entschließt sie sich, ihr neues Projekt mit Hilfe von Meminto Stories in Angriff zu nehmen. In der Schule hat sie sich immer schwer damit getan, Aufsätze zu schreiben. Aber sie hat gelesen, dass bei Meminto Stories jeder in der Lage ist, ein eigenes Buch zu erstellen. Lisa ist happy.

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